Im Hintergrund die schneebedeckten Berge der Hohen Tatra, davor das satte grüne Hügelland, durchflochten mit weißem Felsgestein. Weite Wiesen, endlose Wälder und klare Flüsse, die Landschaft der Zips – Region in der Ostslowakei – erinnert an die Schweiz.

Die Bewohner sprechen von ihrer „Schatzkammer“ als einem prächtigen Stück von Gottes Schöpfung und nennen es deshalb auch „das Paradies“. Die Schönheit der Natur zog die Völker an: die Kelten, die Slawen, Juden und Roma, Deutsche, Ungarn und Ukrainer. Ein Kreuzweg der Kulturen und des Glaubens. Orthodoxe, römische und griechische Katholiken schufen mit Protestanten und jüdischen Gläubigen eine multiethnische Kultur im Herzen Europas, die Zips – die „Spiss“. Und mitten drin, erhaben, stolz und weiß wie das Travertin-Gestein „Spissky Hrad“, eine der größten Burganlagen des Kontinents.

Frühromanische, mittelalterliche, Renaissance- und Barockelemente schmelzen zu einem monumentalen Steindenkmal zusammen, das ebenso geheimnisvoll wie majestätisch seit dem 12. Jahrhundert die Landschaft bewacht.

Auf dem Berg gegenüber der befestigte Bischofsitz und nebenan die Kapelle von Zehra. Sie stärken sich gegenseitig und verteidigen, wie sie es schon gegen die Türken und Tartaren machten, ihre Kultur – das slowakische Paradies.